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Die in der Checkliste aufgeführten Punkte sollen dazu beitragen, dass die Abdichtung korrekt ausgeführt wird und das Kellergeschoss effektiv und dauerhaft vor Feuchtigkeit geschützt ist.
1. Planung und Vorbereitung
- Baugrundgutachten: Wurde ein Baugrundgutachten erstellt, das den Grundwasserstand, die Bodenart und die potenzielle Belastung durch aufstauendes Sickerwasser oder drückendes Wasser ermittelt?
- Abdichtungskonzept: Wurde auf Basis des Baugrundgutachtens das passende Abdichtungskonzept ausgewählt (z. B. weiße Wanne, schwarze Wanne, Kombinationsabdichtung)?
- Anforderungen gemäß DIN 18533: Wurde die Abdichtung des Kellers gemäß den geltenden Normen (z. B. DIN 18533) geplant und ausgeführt?
2. Materialwahl und Beschichtung
- Geeignete Abdichtungsmaterialien: Wurden geeignete Abdichtungsmaterialien verwendet (z. B. Bitumenbahnen, Flüssigabdichtungen, Kunststoffbahnen oder mineralische Dichtschlämmen), die der spezifischen Beanspruchung durch Feuchtigkeit standhalten?
- Feuchtigkeitsschutz der Materialien: Wurden die Abdichtungsmaterialien richtig gelagert und geschützt, um zu verhindern, dass sie während der Bauphase beschädigt oder feucht werden?
3. Vorbereitung der Wandfläche
- Sauberkeit und Ebenheit: Wurde die Kellerwand vor der Abdichtung gründlich gereinigt und von Staub, Schmutz und losem Material befreit?
- Fugen und Risse: Wurden alle Fugen, Risse und Hohlstellen im Mauerwerk oder Beton fachgerecht verschlossen oder verfüllt, um eine glatte und tragfähige Oberfläche zu schaffen?
- Grundierung: Wurde eine geeignete Grundierung auf die Wand aufgetragen, um eine bessere Haftung der Abdichtungsschicht zu gewährleisten?
4. Horizontalsperre
- Einbau der Horizontalsperre: Wurde im Bereich der Kellermauern eine funktionierende Horizontalsperre eingebracht, um aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich zu verhindern? (z. B. Bitumenbahn oder PE-Folie)
- Korrekte Lage: Ist die Horizontalsperre oberhalb der Erdoberkante bzw. Sockelhöhe eingebaut, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden?
5. Vertikalabdichtung
- Durchgehende Vertikalabdichtung: Wurde die Vertikalabdichtung lückenlos und ohne Unterbrechungen auf die Kellerwände aufgetragen? Sie muss vollständig die Außenwände des Kellers abdecken und bis zur Sockelabdichtung hochgeführt sein.
- Mindestdicke der Abdichtung: Wurde die Abdichtungsschicht in der vom Hersteller vorgeschriebenen Schichtdicke aufgetragen (bei Bitumendickbeschichtung z. B. mindestens 3 mm)?
- Schichtaufbau: Wurde die Abdichtung in mehreren Schichten aufgetragen, wenn dies erforderlich ist (z. B. mehrere Lagen Bitumendickbeschichtung)?
6. Abdichtung der Wand-Boden-Anschlüsse
- Hohlkehle an Wand-Boden-Anschlüssen: Wurde im Bereich des Übergangs von der Kellerwand zur Bodenplatte eine Hohlkehle ausgebildet, um Spannungen in der Abdichtung zu reduzieren und eine durchgehende Abdichtung zu gewährleisten?
- Abdichtung der Fugen: Sind die Fugen zwischen Kellerwänden und Bodenplatte fachgerecht abgedichtet, um Feuchtigkeitseintritt zu verhindern? Wurde bei Fugen eine geeignete Dichtungsbahn oder ein Quellband eingesetzt?
7. Durchdringungen und Anschlüsse
- Rohrdurchführungen: Wurden alle Rohr- und Kabeldurchführungen (z. B. für Wasser-, Abwasser- oder Elektroleitungen) mit speziellen Dichtmanschetten oder Dichtbändern abgedichtet?
- Fenster- und Türanschlüsse: Wurden Kellerfenster und Lichtschächte sowie Türanschlüsse im Kellerbereich wasserdicht ausgeführt und korrekt abgedichtet?
- Dichtheit der Anschlüsse: Sind alle Anschlüsse und Durchdringungen sorgfältig abgedichtet und wurde geprüft, ob die Abdichtung an diesen Stellen dicht und dauerhaft ist?
8. Perimeterdämmung (bei drückendem Wasser und erhöhten Anforderungen)
- Geeignete Dämmmaterialien: Wurde eine druckfeste, feuchtigkeitsunempfindliche Perimeterdämmung verwendet, die sich für den Kontakt mit Feuchtigkeit eignet (z. B. XPS-Platten)?
- Vollflächige Verklebung: Wurden die Dämmplatten vollflächig und ohne Lücken auf die abgedichteten Kellerwände aufgebracht, um Kältebrücken zu vermeiden?
- Mechanischer Schutz der Abdichtung: Wurden die Abdichtungen mit einer Schutzschicht (z. B. Noppenbahnen oder Perimeterdämmung) versehen, um mechanische Beschädigungen während des Erdaufschüttens zu verhindern?
9. Drainage (bei Bedarf)
- Notwendigkeit der Drainage: Ist aufgrund der Bodenbeschaffenheit oder des Grundwasserspiegels eine Drainage erforderlich? Ist die Drainage fachgerecht geplant und dimensioniert?
- Fachgerechter Einbau: Wurde die Drainage rund um das Kellergeschoss fachgerecht eingebaut, um anfallendes Wasser kontrolliert abzuleiten? Ist die Drainage in einem Kiesbett oder Filtermaterial verlegt und ausreichend geschützt?
- Funktionskontrolle: Wurde die Funktion der Drainage überprüft, z. B. ob das Wasser ordnungsgemäß in einen Sickerschacht oder das Entwässerungssystem abgeleitet wird?
- Filtervlies: Wurde ein Filtervlies verwendet, um die Drainage vor Verschlammung und Verstopfung zu schützen?
10. Schutz vor drückendem Wasser
- Abdichtung gegen drückendes Wasser: Wurde bei drückendem Wasser eine besonders widerstandsfähige Abdichtung verwendet (z. B. eine mehrlagige Bitumenschicht oder eine wasserundurchlässige Betonkonstruktion wie bei der weißen Wanne)?
- Weiße Wanne (bei wasserundurchlässigem Beton): Ist die weiße Wanne korrekt geplant und ausgeführt? Wurde der Beton mit wasserundurchlässigen Eigenschaften (WU-Beton) verwendet und sind alle Fugen, Anschlüsse und Durchdringungen abgedichtet?
11. Abschlussarbeiten
- Anschüttung des Erdreichs: Wurde das Erdreich nach Abschluss der Abdichtungsarbeiten in einem geeigneten Neigungswinkel (mindestens 2 %) vom Gebäude weg angeschüttet, um Oberflächenwasser abzuleiten?
- Frostschutzmaßnahmen: Wurden geeignete Maßnahmen für den Frostschutz im Sockelbereich und bei den Abdichtungen getroffen (z. B. ausreichende Erdüberdeckung oder Verwendung frostbeständiger Materialien)?
12. Endkontrolle und Abnahme
- Dichtheitsprüfung: Wurde die Dichtheit der Abdichtung (vor dem Verfüllen der Baugrube) überprüft, um sicherzustellen, dass keine Feuchtigkeit eindringen kann? Dies kann durch visuelle Inspektion oder Feuchtigkeitsmessung geschehen.
- Kontrolle durch Bauleiter: Wurde die Abdichtung durch den Bauleiter oder einen Sachverständigen auf Mängel überprüft und freigegeben?
- Dokumentation: Wurde die gesamte Ausführung der Abdichtungsmaßnahmen dokumentiert, einschließlich der verwendeten Materialien, Arbeitsverfahren und möglichen Anpassungen während der Bauphase?
Zusammenfassung:
Diese Checkliste stellt sicher, dass die Abdichtung des Kellergeschosses gegen seitlich eindringende Feuchtigkeit fachgerecht und gemäß den geltenden Normen ausgeführt wird. Eine sorgfältige Planung, die richtige Materialwahl und eine präzise Ausführung sind entscheidend, um langfristig Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung im Keller zu vermeiden.