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Die Umsetzung der Sanierung ist der praktische Schritt, bei dem alle vorherigen Planungen in die Tat umgesetzt werden. In dieser Phase ist eine gute Koordination der Gewerke sowie die Sicherstellung der Qualität entscheidend. Hier erfahren Sie, wie Sie effizient vorgehen und mögliche Stolpersteine vermeiden können.
1. Wie plane ich die Durchführung der Sanierung?
Die Durchführung der Sanierung erfordert einen klaren Ablaufplan, um Verzögerungen und Chaos zu vermeiden. Die Reihenfolge der Arbeiten spielt eine große Rolle, da bestimmte Maßnahmen aufeinander aufbauen
Fragen, die Sie sich stellen sollten:
- Welche Arbeiten müssen zuerst durchgeführt werden (z. B. Entkernung, grundlegende Reparaturen)?
- Wie viele Gewerke sind gleichzeitig vor Ort, und wer koordiniert sie?
- Gibt es saisonale oder witterungsabhängige Arbeiten, die frühzeitig erledigt werden sollten?
- Soll ich die Hilfe eines Sanierungs-Fachmanns in Anspruch nehmen?
Ein Tipp:
Arbeiten Sie mit einem Bauleiter oder Projektmanager zusammen, der die Abläufe koordiniert und den Überblick behält. Alternativ können Sie ein Sanierungsunternehmen beauftragen, das alle Gewerke integriert.
2. Wie stelle ich sicher, dass die Arbeiten korrekt ausgeführt werden?
Die Qualität der Sanierung entscheidet über die Langlebigkeit und Funktionalität des Hauses. Fehler bei der Ausführung können später zu teuren Nachbesserungen führen.
Was Sie tun sollten:
- Überprüfen Sie regelmäßig den Fortschritt der Arbeiten.
- Fordern Sie von den Handwerkern Dokumentationen wie Fotos oder Berichte an.
- Ziehen Sie bei kritischen Arbeiten (z. B. Statik, Dämmung, Elektro) Fachleute hinzu, die die Qualität prüfen.
Ein Tipp:
Erstellen Sie ein Bautagebuch, in dem alle Arbeiten, Materialien und eventuelle Abweichungen dokumentiert werden. Das hilft Ihnen, den Überblick zu behalten und bei Unklarheiten nachzuvollziehen, was passiert ist.
3. Welche Prüfungen sind während der Sanierung notwendig?
Einige Arbeiten – insbesondere diejenigen, die nach den Ausbauarbeiten nicht mehr sichtbar sind – müssen während der Sanierung geprüft werden, um sicherzustellen, dass sie den Vorschriften entsprechen und keine Mängel aufweisen. Dazu gehören technische und bauliche Inspektionen.
Prüfungen, die Sie einplanen sollten:
- Elektroinstallation: Vor der Verkleidung oder dem Verputzen müssen Leitungen unbedingt geprüft werden. Eine nachträgliche Fehlersuche kann teuer werden.
- Dämmung und Abdichtung: Lassen Sie diese überprüfen, bevor weitere Schichten aufgetragen werden.
- Heizungs- und Wasserinstallation: Testen Sie frühzeitig auf Dichtigkeit und Funktion.
Ein Tipp:
Koordinieren Sie die Prüfungen rechtzeitig, um Verzögerungen zu vermeiden. Prüfer oder Gutachter müssen oft im Voraus gebucht werden. Fotografieren und dokumentieren sie alle Kabel- und Rohrleitungswege mit allen Maßen exakt in den Ausführungsplänen, damit auch nach Verputz der Wände alles auffindbar ist.
4. Wie kontrolliere ich die Einhaltung von Zeit und Kosten?
Eine Sanierung kann zeitlich und finanziell aus dem Ruder laufen, wenn es keine konsequente Überwachung gibt. Abweichungen von der Planung sollten frühzeitig erkannt und korrigiert werden.
Wie Sie vorgehen können:
- Überprüfen Sie regelmäßig die Einhaltung des Zeitplans.
- Vergleichen Sie die tatsächlichen Kosten mit den ursprünglichen Kostenvoranschlägen.
- Setzen Sie sich mit Handwerkern in Verbindung, wenn es zu Verzögerungen oder Kostensteigerungen kommt.
Ein Tipp:
Planen Sie Pufferzeiten und -budgets ein, um unvorhergesehene Ereignisse abzufangen. Bleiben Sie flexibel, aber konsequent bei der Einhaltung der vertraglichen Vereinbarungen.
5. Was passiert bei der Abnahme der Arbeiten?
Die Abnahme ist der Moment, in dem die Arbeiten formal als abgeschlossen gelten. Hier wird geprüft, ob alles wie vereinbart ausgeführt wurde und keine Mängel vorliegen.
Schritte bei der Abnahme:
- Gehen Sie die Arbeiten Raum für Raum mit den Handwerkern durch.
- Prüfen Sie jede Position auf der Rechnung und vergleichen Sie diese mit den vereinbarten Leistungen.
- Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, dass alle Arbeiten mängelfrei abgeschlossen wurden.
Ein Tipp:
Nehmen Sie eine fachkundige Person (z. B. einen Architekten oder Bauleiter) mit zur Abnahme, um eventuelle Mängel zu erkennen, die Ihnen selbst vielleicht entgehen.
6. Was, wenn es Mängel gibt?
Mängel können selbst bei sorgfältiger Planung und Überwachung auftreten. Wichtig ist, dass Sie strukturiert und rechtlich abgesichert vorgehen.
Was Sie tun sollten:
- Dokumentieren Sie die Mängel schriftlich und fotografisch.
- Setzen Sie dem Handwerker eine Frist zur Nachbesserung.
- Zahlen Sie den letzten Teil der Rechnung erst, wenn die Mängel behoben sind.
Ein Tipp:
Nutzen Sie Ihre Gewährleistungsrechte – in der Regel haben Sie Anspruch auf Nachbesserung innerhalb von 2–5 Jahren, je nach Vertrag und Art der Arbeit.
7. Wie bereite ich das Haus für den Einzug vor?
Nach Abschluss der Sanierung sollten Sie sicherstellen, dass das Haus einziehbereit ist. Dazu gehört, dass alle Systeme funktionieren und alle Sicherheitsstandards erfüllt sind.
Was Sie beachten sollten:
- Testen Sie alle wichtigen Systeme wie Heizung, Strom und Wasser.
- Führen Sie eine gründliche Reinigung durch, um Baustaub und Rückstände zu entfernen.
- Stellen Sie sicher, dass alle notwendigen Möbel oder Geräte installiert sind.
Ein Tipp:
Lassen Sie die Abnahme von einem unabhängigen Gutachter bestätigen, um eventuelle Restarbeiten oder Mängel zu dokumentieren.
Zusammenfassung
Die Durchführung einer alle Bereiche betreffende Sanierung ist in der Regel der arbeitstechnisch, aber auch finanziell aufwendigste Schritt bei der Sanierung eines Bestandsgebäudes. Eine gute Koordination, regelmäßige auf den Arbeitsfortschritt abgestimmte Qualitätskontrollen und eine klare Kommunikation mit den ausführenden Unternehmen und Handwerkern sorgen dafür, dass Zeit, Kosten und Qualität im Rahmen bleiben. Mit einem klar strukturierten Ablaufplan und professioneller Unterstützung können Sie es schaffen, Ihr saniertes Haus pünktlich und mängelfrei bezugsfertig zu machen.