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1. Planung und Vorbereitung
- Genehmigungen und Pläne:
- Die erforderlichen Genehmigungen (falls notwendig) wurden eingeholt.
- Ein Bauplan, der die Abmessungen der Terrasse, die Lage der L-Steine und die Ausführung der Entwässerung berücksichtigt, wurde erstellt und überprüft.
- Standort und Untergrund:
- Der Standort der Terrasse wurde markiert, und der Boden wurde auf Tragfähigkeit und Bodenbeschaffenheit geprüft.
- Es wurde überprüft, ob die Bodenstruktur ausreichend tragfähig ist, oder ob ein Bodenaustausch oder eine Bodenstabilisierung notwendig ist (z.B. bei weichem Untergrund).
2. Fundament für die L-Steine
- Aushub für das Fundament:
- Der Bereich für das Fundament der L-Steine wurde auf eine ausreichende Tiefe ausgehoben (in der Regel mindestens 60 cm unterhalb der Geländeoberkante, abhängig von der Bodenbeschaffenheit).
- Frostsicherheit:
- Es wurde sichergestellt, dass das Fundament frostfrei gegründet wurde, um Frostschäden zu vermeiden (Frostschürze in der Regel mindestens 80 cm tief).
- Untergrundvorbereitung:
- Eine Schicht aus verdichtetem Schotter oder Kies (ca. 10-15 cm) wurde als tragfähige Grundlage eingebracht und gut verdichtet.
- Betonfundament:
- Auf das verdichtete Schotterbett wurde ein Betonfundament eingebracht (in der Regel mindestens 20 cm stark), das ausreichend fest und eben abgezogen wurde.
- Es wurde überprüft, dass der Beton korrekt ausgehärtet ist, bevor die L-Steine gesetzt wurden.
3. Setzen der L-Steine
- Positionierung und Ausrichtung:
- Die L-Steine wurden in den Beton gesetzt und lotrecht ausgerichtet, um eine stabile und optisch ansprechende Umrandung zu schaffen.
- Die Steine wurden entlang der gesamten Terrassenkante ausgerichtet und exakt auf Höhe gebracht (Verwendung von Wasserwaage und Richtschnur).
- Verfugung der L-Steine:
- Die Fugen zwischen den L-Steinen wurden sauber ausgeführt und gegebenenfalls mit geeignetem Mörtel verfugt, um eine stabile Verbindung zu gewährleisten.
- Stabilisierung der L-Steine:
- Die L-Steine wurden an der Rückseite durch eine Hinterfüllung (z.B. mit verdichtetem Schotter oder Beton) stabilisiert, um sie gegen das seitliche Abkippen zu sichern.
- Die Hinterfüllung wurde in Schichten eingebracht und jeweils gut verdichtet.
4. Verfüllen der Terrasse
- Untergrundvorbereitung:
- Der Bereich innerhalb der L-Steine wurde ebenfalls auf eine ausreichende Tiefe ausgehoben, um das notwendige Füllmaterial aufzunehmen.
- Schotter- und Kiesbett:
- Eine Schicht aus grobem Schotter oder Kies (ca. 15-20 cm) wurde als tragfähiger Unterbau eingebracht und gut verdichtet.
- Eine Feinschicht aus Splitt oder Brechsand (ca. 5 cm) wurde auf das verdichtete Schotterbett aufgebracht und eben abgezogen.
- Entwässerung und Gefälle:
- Es wurde sichergestellt, dass die Terrasse ein leichtes Gefälle (in der Regel 2 %) von der Hauswand weg aufweist, um das Abfließen von Regenwasser zu gewährleisten.
- Falls erforderlich, wurden Entwässerungslösungen (z.B. Drainagen, Entwässerungsrinnen) in das Schotterbett integriert.
5. Verlegung der Betonplatten
- Verlegemuster:
- Das Verlegemuster der Betonplatten wurde geplant und vorab festgelegt (z.B. symmetrisch, im Versatz).
- Die Betonplatten wurden passgenau zugeschnitten, falls Randbereiche nicht mit ganzen Platten belegt werden können.
- Einbringen der Platten:
- Die Betonplatten wurden auf das verdichtete Bett aus Splitt oder Brechsand verlegt und mit einem Gummihammer leicht eingeschlagen, um einen festen Sitz zu gewährleisten.
- Ausrichtung und Ebenheit:
- Die Ebenheit und das Gefälle wurden mit einer Wasserwaage kontrolliert, um sicherzustellen, dass die Platten gerade und ohne Kippstellen verlegt sind.
- Fugenbreite wurde gleichmäßig eingehalten (z.B. mit Fugenkreuzen) und die Fugen entsprechend der Planung (in der Regel 3-5 mm) angelegt.
- Verfugung:
- Die Fugen zwischen den Betonplatten wurden entweder mit feinem Sand oder einem speziellen Fugenmaterial (z.B. polymergebundener Fugensand) verfüllt.
- Die Fugenmasse wurde gleichmäßig eingearbeitet und die Oberfläche der Terrasse gründlich gereinigt.
6. Randabschluss und Sicherung
- Randsteine (falls erforderlich):
- Falls ein zusätzlicher Randabschluss nötig ist, wurden Randsteine oder Begrenzungssteine entlang der Terrasse verlegt und in Beton gesetzt.
- Abschlüsse an der Hauswand:
- Der Anschluss der Terrasse an die Hauswand wurde fachgerecht ausgeführt, um Wasseransammlungen und Schäden an der Fassade zu vermeiden.
- Eine Dehnungsfuge oder ein geeigneter Abstand zur Hauswand wurde eingehalten, um Bewegungen zwischen Terrasse und Gebäude zu ermöglichen.
7. Entwässerung und Wasserableitung
- Regenwasserabführung:
- Es wurde überprüft, dass das Gefälle der Terrasse ausreichend ist, um Regenwasser von der Terrasse wegzuführen.
- Bei Bedarf wurden Entwässerungsrinnen oder Drainagen installiert, um Wasser effektiv abzuleiten.
8. Endkontrolle und Reinigung
- Oberflächenkontrolle:
- Die gesamte Terrasse wurde auf Unebenheiten und Kippstellen überprüft.
- Es wurde sichergestellt, dass keine Fugen offen sind und alle Platten fest und gleichmäßig liegen.
- Reinigung:
- Nach Abschluss der Verlegearbeiten wurde die Terrasse gründlich gereinigt, um Schmutz und Mörtelreste zu entfernen.
9. Dokumentation und Abnahme
- Dokumentation:
- Alle verwendeten Materialien (L-Steine, Betonplatten, Unterbau-Materialien) und Arbeitsschritte wurden dokumentiert.
- Eine Endabnahme wurde mit dem Bauherrn oder Auftraggeber durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Terrasse den Anforderungen und Planungen entspricht.
10. Wartung und Pflege
- Pflegehinweise:
- Hinweise zur Pflege der Betonplatten (z.B. Reinigung, Vermeidung von Moosbildung) wurden gegeben.
- Falls erforderlich, wurden Hinweise zur regelmäßigen Kontrolle der Fugen und der Entwässerung gegeben.
Diese Checkliste stellt sicher, dass die höhergelegte Terrasse fachgerecht angelegt wurde und sowohl optisch ansprechend als auch stabil und wetterfest ist.