Checkliste zur Überprüfung der fachgerechten Ausführung der Hausdach-Entwässerung über Regenrinnen, Regenfallrohre und Abwasser-Sammelleitungen bis zur Übergabe in das öffentliche Abwassersystem.

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1. Planung und Dokumentation

  • Entwässerungsplan vorhanden: Wurde ein detaillierter Plan für die Dachentwässerung erstellt, der die Positionen der Regenrinnen, Fallrohre und Abwassersammelleitungen darstellt?
  • Dimensionierung: Wurde die Dimensionierung der Dachentwässerung korrekt berechnet (Berücksichtigung der Dachfläche, Regenspende und örtlichen Vorschriften)?
  • Materialauswahl: Wurden für die Regenrinnen, Fallrohre und Sammelleitungen geeignete Materialien gewählt (z. B. Zink, Kupfer, Kunststoff oder Aluminium)?

2. Montage der Regenrinnen

  • Positionierung: Sind die Regenrinnen so positioniert, dass sie den gesamten Dachbereich abdecken und das Regenwasser effizient ableiten?
  • Gefälle der Rinnen: Wurde ein ausreichendes Gefälle (mindestens 2-3 mm/m) in den Regenrinnen berücksichtigt, um den Wasserfluss zu gewährleisten und Stagnation zu vermeiden?
  • Befestigung: Sind die Regenrinnen mit geeigneten Halterungen (z. B. Rinneneisen) in korrektem Abstand befestigt (ca. alle 50 cm), um eine sichere und stabile Installation zu gewährleisten?
  • Anschluss an Fallrohre: Sind die Regenrinnen korrekt mit den Fallrohren verbunden, um den Wasserfluss ungehindert sicherzustellen (mit Rinnenstutzen oder Trichtern)?
  • Überlauf-Schutz: Wurde an stark belasteten Stellen (z. B. große Dachflächen) ein Überlauf-Schutz oder ein zweites Fallrohr eingeplant?

3. Montage der Regenfallrohre

  • Durchmesser der Fallrohre: Sind die Regenfallrohre entsprechend der abzuführenden Wassermenge ausreichend dimensioniert?
  • Positionierung: Sind die Fallrohre an den vorgesehenen Stellen montiert und führen das Wasser sicher von der Regenrinne bis zur Sammelleitung oder Versickerungsanlage?
  • Befestigung: Sind die Fallrohre mit geeigneten Rohrschellen oder Halterungen in angemessenen Abständen (etwa alle 2–3 Meter) befestigt, um Stabilität zu gewährleisten?
  • Einbau von Bogenstücken: Wurden Bogenstücke (z. B. 45° oder 87°) korrekt eingebaut, um die Fallrohre um Ecken oder Hindernisse zu führen?
  • Wartungs- und Reinigungsöffnungen: Sind an geeigneten Stellen (z. B. nahe der Bodenfläche) Reinigungsöffnungen oder Revisionselemente integriert, um die Fallrohre bei Bedarf leicht zu reinigen?

4. Verbindung der Fallrohre mit der Entwässerung

  • Verbindung mit Sammelleitung: Sind die Regenfallrohre ordnungsgemäß an die Abwasser-Sammelleitungen oder Versickerungsanlagen angeschlossen?
  • Luftdichtheit und Dichtheit der Verbindungen: Sind alle Verbindungen zwischen Fallrohren, Übergängen und Sammelleitungen luft- und wasserdicht ausgeführt, um Wasseraustritt zu verhindern?
  • Sicherung gegen Rückstau: Wurde in staugefährdeten Bereichen (z. B. bei der Einleitung in das öffentliche Netz) eine Rückstausicherung installiert?

5. Regenwasser-Sammelleitungen

  • Trassenführung: Wurde die Sammelleitung gemäß den Plänen korrekt verlegt, ohne unnötige Biegungen oder Engstellen?
  • Gefälle der Sammelleitung: Wurde ein ausreichendes Gefälle (mindestens 1-2 %) bei der Verlegung der Sammelleitung berücksichtigt, um einen ungehinderten Wasserfluss zu gewährleisten?
  • Materialauswahl: Wurden geeignete Materialien für die Sammelleitungen verwendet (z. B. Kunststoff, Beton oder Gusseisen), die korrosionsbeständig und langlebig sind?
  • Befestigung der Sammelleitungen: Wurde die Sammelleitung ordnungsgemäß befestigt oder im Boden sicher verlegt, um eine langfristige Stabilität zu gewährleisten?

6. Einleitung in das öffentliche Abwassersystem oder Versickerungssystem

  • Einleitung ins öffentliche Abwassersystem: Ist die Übergabestelle zur öffentlichen Kanalisation ordnungsgemäß ausgeführt und an einem geeigneten Revisionsschacht angeschlossen?
  • Verbindung zu Regenwasserversickerung (falls vorhanden): Wurde das Fallrohr korrekt an eine Regenwasserversickerungsanlage oder Zisterne angeschlossen (inklusive Einbau von Filtern zur Grobreinigung)?
  • Sicherung gegen Rückstau: Wurde eine Rückstausicherung an der Übergabestelle installiert, um zu verhindern, dass Wasser bei Starkregenereignissen zurück ins Gebäude fließt?

7. Wartungs- und Revisionsstellen

  • Revisionsöffnungen: Sind Revisionsöffnungen oder Kontrollschächte an geeigneten Stellen installiert, um Wartungsarbeiten an der Dachentwässerung (z. B. bei Verstopfungen oder Verschmutzungen) durchführen zu können?
  • Laubschutz und Filter: Wurden Laubschutzgitter, Filter oder Schmutzsiebe in die Regenrinnen und Fallrohre integriert, um ein Verstopfen der Entwässerungsanlage zu verhindern?
  • Einfache Zugänglichkeit: Sind die Wartungsstellen leicht zugänglich, um bei Bedarf eine schnelle und einfache Reinigung der Anlage vorzunehmen?

8. Schutz vor Frost und Witterungseinflüssen

  • Frostschutzmaßnahmen: Wurden in frostgefährdeten Bereichen Maßnahmen ergriffen, um die Leitungen vor Frost zu schützen (z. B. frostsichere Verlegung oder Isolierung)?
  • Schutz vor Korrosion: Sind die Materialien der Dachentwässerung gegen Witterungseinflüsse (UV-Strahlung, Regen, Schnee) und Korrosion geschützt (z. B. durch verzinkte oder pulverbeschichtete Metalle)?
  • Regenwasserabführung in frostfreien Zonen: Wurden die Fallrohre unterirdisch frostfrei verlegt oder entsprechend isoliert, um Frostschäden an der Abwasserleitung zu vermeiden?

9. Regelmäßige Wartung und Inspektion

  • Wartungsplan: Wurde ein Wartungsplan für die regelmäßige Inspektion und Reinigung der Dachentwässerungsanlage erstellt?
  • Sichtprüfung auf Verstopfungen: Wurde die gesamte Entwässerungsanlage nach der Installation auf Verstopfungen oder Blockaden überprüft?
  • Wartungseinweisung: Wurde der Betreiber über die notwendige regelmäßige Wartung, Reinigung und Kontrolle der Anlage informiert?

10. Inbetriebnahme und Funktionsprüfung

  • Funktionsprüfung: Wurde nach der Installation eine Funktionsprüfung der gesamten Dachentwässerungsanlage durchgeführt (z. B. durch künstliche Wasserzufuhr), um sicherzustellen, dass das Wasser ordnungsgemäß abgeführt wird?
  • Dichtheitsprüfung: Wurden die Verbindungen auf Dichtheit geprüft, um sicherzustellen, dass keine Leckagen an den Verbindungsstellen vorhanden sind?
  • Sichtprüfung auf Undichtigkeiten: Wurden alle Anschlüsse und Verbindungen auf Undichtigkeiten oder Feuchtigkeit überprüft?

Diese Checkliste stellt sicher, dass die Dachentwässerungsanlage fachgerecht installiert wurde, um das Regenwasser sicher und effizient vom Dach bis zur Übergabestelle ins öffentliche Abwassersystem oder eine Versickerungsanlage abzuleiten. Eine ordnungsgemäße Installation und regelmäßige Wartung tragen zur Vermeidung von Wasserschäden und zur Langlebigkeit des Systems bei.