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Vorbereitung:
- Untergrundprüfung:
- Ist der Untergrund tragfähig, sauber, trocken und frei von Staub, Schmutz, Öl, Fetten und anderen Trennmitteln?
- Wurden lose Altputze und nicht haftende Farbschichten entfernt?
- Wurden Risse und Unebenheiten im Untergrund ausgeglichen?
- Untergrundvorbehandlung:
- Wurde der Untergrund ausreichend vorgenässt oder mit einer geeigneten Haftbrücke (z. B. Putzgrund) vorbehandelt?
- Wurde die Saugfähigkeit des Untergrunds überprüft und ggf. durch Vornässen reguliert?
- Materialwahl:
- Wurde ein geeigneter Zementputz für Feuchträume ausgewählt (hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit und Widerstand gegen Schimmelbildung)?
- Wurde der Putz gemäß den Herstellerangaben angemischt?
- Putzdicke:
- Wurde die erforderliche Putzdicke im Vorfeld festgelegt (in der Regel 15–20 mm für Zementputz in Feuchträumen)?
Anbringung:
- Auftragen des Putzes:
- Wurde der Putz in einer gleichmäßigen Schichtdicke aufgetragen (nicht zu dünn oder zu dick, um Risse oder Ablösungen zu vermeiden)?
- Wurde der Putz in mehreren Lagen (bei mehr als 20 mm Dicke) aufgebracht, wobei jede Lage genügend Zeit zum Antrocknen hatte?
- Wurde der Putz mit der Glättkelle oder einer Putzmaschine fachgerecht angeworfen?
- Verteilung und Glättung:
- Wurde der Putz gleichmäßig über die gesamte Wandfläche verteilt?
- Wurde die Oberfläche sorgfältig mit einem Abzieher oder einer Kartätsche abgezogen, um eine gleichmäßige Fläche zu erzielen?
- Wurde der Putz bei Bedarf geglättet oder aufgeraut (je nach gewünschter Oberfläche und späterer Endbeschichtung)?
- Ecken und Kanten:
- Wurden Eckschienen und Kantenschutzprofile verwendet, um scharfe Kanten und saubere Ecken zu erzeugen?
- Wurde an Durchführungen (z. B. Rohrleitungen) sauber gearbeitet und wurden Übergänge fachgerecht abgedichtet?
- Feuchtigkeitsbelastung berücksichtigen:
- Wurde an stark feuchtebelasteten Bereichen (z. B. in Kellerräumen) der Putz mit einer zusätzlichen wasserabweisenden oder diffusionsoffenen Schicht versehen?
Nachbehandlung:
- Trocknung und Aushärtung:
- Wurde der Putz ausreichend lange feucht gehalten, um ein gleichmäßiges Aushärten zu ermöglichen (in der Regel 2–3 Tage nach dem Auftragen)?
- Wurde die Trocknung langsam und gleichmäßig durchgeführt, um Rissbildung zu vermeiden (kein schnelles Trocknen durch direkte Hitze oder Zugluft)?
- Rissprüfung:
- Wurden während der Trocknungszeit eventuelle Risse oder Fehlstellen überprüft und nachgearbeitet?
Endkontrolle:
- Oberflächenqualität:
- Ist die Oberfläche des Putzes gleichmäßig und ohne sichtbare Unebenheiten, Risse oder Hohlstellen?
- Ist die gewünschte Oberflächenstruktur (glatt, rau, strukturiert) erreicht?
- Anschlüsse und Übergänge:
- Wurden alle Anschlüsse an Boden, Decke und angrenzende Bauteile sauber ausgeführt?
- Wurden Übergänge zu anderen Materialien (z. B. an Fensterlaibungen) ordentlich abgearbeitet?
- Wasserbeständigkeit:
- Ist der Zementputz widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit, insbesondere in Bereichen mit direkter Feuchtigkeitsbelastung (z. B. Kelleraußenwände)?
- Nachbearbeitung:
- Wurden eventuelle nachträgliche Korrekturen oder Nachbearbeitungen (z. B. Fugen, Übergänge) sauber und fachgerecht durchgeführt?
- Sauberkeit der Baustelle:
- Wurden alle Rückstände, wie überschüssiger Putz, entfernt und der Arbeitsplatz sauber hinterlassen?
Schlussbetrachtung:
- Feuchtigkeitsmessung:
- Wurde vor weiteren Arbeiten (z. B. Anstrich oder Fliesenverlegung) die Restfeuchte des Putzes überprüft (nicht mehr als 3-5 % Restfeuchte)?
- Prüfung auf Hohlstellen:
- Wurde die gesamte Putzfläche abgeklopft, um sicherzustellen, dass keine Hohlstellen oder schlecht haftende Bereiche vorhanden sind?
Diese Checkliste hilft sicherzustellen, dass der Zementputz in Feucht- und Kellerräumen fachgerecht eingebracht wurde und den Anforderungen an Feuchtigkeitsbeständigkeit und Langlebigkeit entspricht.