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1. Planung und Vorbereitung
- Ermittlung der Windlastzone:
- Die korrekte Windlastzone wurde gemäß den regionalen Vorgaben und den DIN-Normen ermittelt (je nach geografischer Lage des Gebäudes).
- Bei erhöhten Anforderungen, z.B. in exponierten Lagen, wurde eine verstärkte Verklammerung oder Vollverklammerung eingeplant.
- Ermittlung des Dachteils:
- Der genaue Verklammerungsbedarf wurde abhängig von der Dachneigung, der Höhe des Gebäudes und den Dachdetails (z.B. Ortgang, Traufe, First) ermittelt.
- Für besonders sturmgefährdete Bereiche (z.B. Randbereiche, Ortgänge, Traufen, Kehlen) wurde eine intensivere Verklammerung eingeplant.
- Materialauswahl:
- Die richtigen Klammern (z.B. Sturmklammern aus Edelstahl oder verzinktem Stahl) wurden ausgewählt, passend zum verwendeten Ziegeltyp und der Unterkonstruktion (z.B. Lattenstärke).
- Die Klammern sind nach den Vorschriften DIN 1055-4 (Windlasten) und der Fachregel des deutschen Dachdeckerhandwerks zugelassen und geeignet.
2. Überprüfung der Unterkonstruktion
- Dachlatten und Konterlatten:
- Die Dachlatten sind fest und ausreichend dimensioniert, um die Verklammerung sicher zu verankern (in der Regel mindestens 30 x 50 mm).
- Die Abstände der Latten entsprechen den Herstellerangaben der Dachziegel oder Dachpfannen.
- Ziegel- oder Pfannenauflage:
- Es wurde sichergestellt, dass die Ziegel oder Dachpfannen korrekt auf den Dachlatten aufliegen und ausreichend Platz für die Verklammerung vorhanden ist.
- Der Dachziegeltyp wurde auf seine Verklammerungsmöglichkeiten überprüft (z.B. vorhandene Ösen oder Rillen für Sturmklammern).
3. Montage der Klammern
- Klammerposition:
- Die Sturmklammern wurden an den vorgesehenen Stellen korrekt angebracht (z.B. an den Seitenfalz oder am Kopf der Ziegel).
- Die Klammern sind so positioniert, dass sie die Ziegel sicher an die Latten fixieren, ohne diese zu beschädigen oder ihre Beweglichkeit (bei thermischer Ausdehnung) zu beeinträchtigen.
- Verklammerung von Rand- und Eckbereichen:
- In den Randbereichen (Traufe, Ortgang, Grat) und Eckbereichen des Daches wurde eine verstärkte Verklammerung vorgenommen (in der Regel jede zweite oder jede Ziegelreihe).
- Bei erhöhten Windlasten wurde in besonders exponierten Bereichen (z.B. am Ortgang oder bei einem Dachüberstand) jeder Ziegel/Sturmpfanne verklebt oder verklammert.
- Verklammerung der Hauptdachfläche:
- Die Hauptdachfläche wurde entsprechend den Windlastzonen und den Neigungsvorgaben verklammert. In vielen Fällen wird jeder dritte oder vierte Ziegel verklammert.
- Es wurde geprüft, ob die Verklammerung in allen festgelegten Bereichen lückenlos durchgeführt wurde (keine Ziegel wurden vergessen oder falsch verklammert).
4. Zusätzliche Verklammerungsmaßnahmen
- Ortgangziegel:
- Am Ortgang (Rand des Daches) wurden die Ziegel verstärkt verklammert oder zusätzlich verklebt, um den erhöhten Windlasten in diesen Bereichen gerecht zu werden.
- Traufe und First:
- An der Traufe (unterer Dachrand) und am First (oberer Dachrand) wurden die Ziegel ordnungsgemäß gesichert (z.B. mit speziellen Traufklammern oder Firstklammern).
- Firstziegel wurden entweder mechanisch verklammert oder mit Mörtel und zusätzlich mit Klammern gesichert.
5. Überprüfung der Dichtigkeit und Sicherheit
- Sicherung gegen Winddruck:
- Es wurde sichergestellt, dass die Klammern die Ziegel ausreichend gegen Winddruck sichern und die Ziegel sich bei starkem Wind nicht verschieben können.
- Keine Beschädigung der Ziegel:
- Die Klammern wurden fachgerecht angebracht, ohne dass die Ziegel oder Pfannen beschädigt wurden (z.B. durch zu festes Einhaken oder Verdrücken).
- Korrosionsschutz der Klammern:
- Alle verwendeten Klammern sind aus korrosionsgeschütztem Material (z.B. Edelstahl oder verzinktem Stahl), um die Lebensdauer und Witterungsbeständigkeit zu gewährleisten.
6. Endkontrolle und Funktionsprüfung
- Visuelle Endkontrolle:
- Eine abschließende Sichtkontrolle wurde durchgeführt, um sicherzustellen, dass alle Ziegel ordnungsgemäß und lückenlos verklammert wurden.
- Es wurde geprüft, ob alle besonders gefährdeten Dachbereiche (Traufe, First, Ortgang, Kehlen) ausreichend gesichert sind.
- Stichprobenkontrolle der Klammern:
- Stichprobenweise wurde überprüft, ob die Klammern fest und korrekt in die Latten und Ziegel eingeführt wurden.
- Es wurde kontrolliert, ob sich keine Klammern gelöst haben oder nicht richtig angebracht wurden.
7. Dokumentation und Abnahme
- Dokumentation:
- Alle verwendeten Materialien (Klammern, Ziegel) und die ausgeführten Arbeitsschritte wurden dokumentiert.
- Es wurde eine Dokumentation der Windlastzone und der angewandten Verklammerungsmethode erstellt.
- Abnahme:
- Eine Abnahme wurde gemeinsam mit dem Bauherrn durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Sturmverklammerung fachgerecht und entsprechend den geltenden Normen ausgeführt wurde.
8. Wartungshinweise
- Regelmäßige Überprüfung:
- Hinweise zur regelmäßigen Überprüfung der Dachverklammerung nach starken Wind- oder Sturmereignissen wurden gegeben.
- Empfehlungen zur Sichtprüfung von Ziegeln und Klammern wurden mit dem Bauherrn besprochen, um langfristige Sicherheit zu gewährleisten.
Diese Checkliste hilft sicherzustellen, dass die Sturmverklammerung fachgerecht ausgeführt wurde und die Dachfläche ausreichend gegen Sturm und Windlasten geschützt ist.