– Einfacher bauen

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Die Baukostensenkungs-Strategie „Einfacher bauen“ oder „Aufwand reduzieren“ ist eine bewährte Methode, um Bauprojekte kosteneffizient zu realisieren. Hierbei geht es darum, durch die Reduktion der baulichen Komplexität und den Verzicht auf unnötige bauliche und gestalterische Details die Baukosten zu senken, ohne dabei die Qualität oder Funktionalität des Gebäudes zu beeinträchtigen. Diese Strategie lässt sich in verschiedene Aspekte unterteilen, die im Folgenden detailliert erläutert werden:

1. Verzicht auf komplexe Bauformen

Einer der Haupttreiber für hohe Baukosten ist die Komplexität der Bauform. Je aufwendiger der Grundriss und die Gebäudestruktur, desto höher sind in der Regel die Baukosten. Bei der Strategie „Einfacher bauen“ wird auf unnötige Versprünge, Erker, Balkone oder verwinkelte Grundrisse verzichtet. Stattdessen werden klare, rechteckige und kompakte Formen bevorzugt, die einfacher zu planen und zu bauen sind.

Diese reduzierte Bauweise hat den Vorteil, dass weniger Speziallösungen nötig sind, sowohl in der Planung als auch in der Ausführung. Handwerker können standardisierte Verfahren und Baumaterialien einsetzen, was Zeit und Kosten spart. Zudem führt eine kompakte Bauweise zu einem effizienteren Umgang mit Baumaterialien und einer besseren Energieeffizienz.

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2. Minimierung der Konstruktionskomplexität

Eine wesentliche Komponente der Strategie „Einfacher bauen“ ist die Reduktion der konstruktiven Komplexität. Dabei wird auf technische oder bauliche Elemente verzichtet, die übermäßig aufwendig oder schwer zu realisieren sind. Einfache, bewährte Konstruktionsmethoden wie Mauerwerk oder vorgefertigte Bauelemente reduzieren den Aufwand und beschleunigen den Bauprozess.

Insbesondere bei Dachkonstruktionen lassen sich durch einfache Satteldächer oder Flachdächer erhebliche Einsparungen erzielen. Im Vergleich dazu sind aufwendige Dachformen wie Mansardendächer oder Walmdächer teurer in der Ausführung und erfordern häufig spezielle Statiklösungen.

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3. Verzicht auf teure und aufwendige Materialien

Eine weitere Facette der Strategie „Einfacher bauen“ ist die bewusste Auswahl kostengünstiger und gleichzeitig langlebiger Materialien. Statt teuren Naturstein, hochwertigen Fassadenverkleidungen oder speziellen Designmaterialien werden einfache, bewährte Baustoffe wie Putz, Beton oder Holz verwendet. Hierbei steht nicht der Luxus, sondern die Funktionalität im Vordergrund.

Das Prinzip „Weniger aufwendig bauen“ bedeutet auch, dass keine unnötigen Materialwechsel vorgenommen werden, die oft nicht nur höhere Materialkosten, sondern auch aufwendigere Arbeiten erfordern. Ein durchgehendes Fassadenmaterial ohne unnötige Zierelemente ist beispielsweise einfacher und günstiger zu erstellen und zu warten.

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4. Standardisierung der Bauprozesse

Die Standardisierung von Bauprozessen trägt maßgeblich zur Senkung der Baukosten bei. Indem man auf standardisierte Bauelemente und Bauweisen zurückgreift, kann der Bauprozess effizienter gestaltet und der Arbeitsaufwand deutlich reduziert werden. Beispielsweise sind vorgefertigte Bauelemente nicht nur schneller zu montieren, sondern auch in der Regel günstiger, da sie in Serie gefertigt werden.

Fertighäuser oder Modulbauweisen, bei denen standardisierte Bauabschnitte in einem Werk vorgefertigt und auf der Baustelle zusammengesetzt werden, bieten ebenfalls großes Einsparpotenzial. Die dadurch reduzierten Bauzeiten führen zu niedrigeren Lohnkosten und minimieren das Risiko von Bauverzögerungen.

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5. Reduzierung der technischen Ausstattung

Moderne Gebäude verfügen oft über eine Fülle technischer Ausstattung, die zwar komfortabel ist, aber nicht immer notwendig und oft sehr teuer. Ein einfacher Bauansatz hinterfragt den Einsatz solcher Systeme und setzt auf eine Reduzierung der technischen Komplexität. Ein Beispiel ist der Verzicht auf übermäßige Haustechnik, wie komplexe Gebäudeleittechnik oder ausgefeilte Smart-Home-Systeme.

Eine effektive, nicht überdimensionierte Heizungsanlage, einfache elektrische Installationen sowie ein minimierter Einsatz von Klimaanlagen oder automatisierten Steuerungssystemen senken nicht nur die Investitionskosten, sondern auch die Wartungs- und Betriebskosten.

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6. Vereinfachung von Installationen

Die Strategie „Einfacher oder Weniger aufwendig bauen“ umfasst auch die Vereinfachung von Installationen. Technische Installationen wie Wasser- und Stromleitungen können hohe Kosten verursachen, insbesondere wenn sie über viele Stockwerke oder weite Entfernungen verlegt werden müssen. Eine intelligente Planung, bei der Installationen auf kürzestem Weg verlaufen und auf zentrale Versorgungsschächte gebündelt werden, kann die Kosten deutlich senken.

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7. Weniger anspruchsvolle Innenausstattung

Ein weiteres Element dieser Strategie ist der bewusste Verzicht auf besonders hochwertige oder aufwendige Innenausstattungen. Dabei wird auf Luxusmaterialien, spezielle Oberflächenveredelungen oder Designer-Möbel verzichtet. Stattdessen werden robuste, funktionale und kostengünstige Materialien eingesetzt, die dennoch langlebig und ansprechend sind.

Einfache Bodenbeläge wie Laminat statt Parkett, Standardfliesen statt großflächiger Designerfliesen oder einfache Innentüren statt aufwendiger Elemente aus edlen Hölzern sind Beispiele dafür, wie Kosten gesenkt werden können, ohne auf grundlegenden Komfort zu verzichten.

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8. Verzicht auf bauliche Extras

In vielen Bauprojekten treiben bauliche Extras wie Wintergärten, Garagen oder besondere Terrassen- und Balkonlösungen die Baukosten erheblich in die Höhe. Bei der Strategie „Einfacher bauen“ werden solche Extras auf ein Minimum reduziert oder ganz weggelassen, es sei denn, sie sind zwingend erforderlich oder tragen erheblich zur Wohnqualität bei.

Ein einfacher Carport anstelle einer gemauerten Garage, ein vorgesetzter Stahlbalkon statt statisch und energetisch aufwändig integrierter freitragender Balkon, eine kleine Terrasse statt einer großen überdachten Veranda oder der Verzicht auf einen separaten Hauswirtschaftsraum sind mögliche Maßnahmen, um die Baukosten zu senken, ohne dabei den Wohnkomfort stark zu beeinträchtigen.

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9. Reduktion der Anzahl von Geschossen

Je mehr Stockwerke ein Gebäude hat, desto höher sind die Baukosten. Ein einfaches, eingeschossiges Gebäude ist in der Regel deutlich günstiger zu errichten als ein mehrstöckiges Gebäude. Es erfordert weniger aufwendige Fundamente, weniger Treppen und Aufzüge und erleichtert den Bauablauf. Die Reduzierung der Geschossanzahl ist vor allem bei größeren Grundstücksflächen, insbesondere in ländlichen Gebieten eine Option, wo die zulässige Geschossfläche weniger stark eingeschränkt ist.

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Fazit

Die Baukostensenkungsstrategie „weniger aufwendig bauen“ basiert auf dem Prinzip der Reduktion von Komplexität und unnötigen Details. Durch den Einsatz einfacher, bewährter Konstruktionsmethoden, den Verzicht auf aufwendige Baumaterialien und bauliche Extras sowie die Vereinfachung der Haustechnik lassen sich die Baukosten erheblich senken. Diese Strategie eignet sich besonders für Bauherren, die ein funktionales und komfortables, aber dennoch kostengünstiges Gebäude errichten möchten. Die Reduzierung der Baukosten muss dabei nicht zwangsläufig mit einem Verlust an Lebensqualität oder ästhetischem Anspruch einhergehen, solange die Planung gut durchdacht und auf die wesentlichen Bedürfnisse der Bewohner zugeschnitten ist.

Hier einige Fragen und Antworten um das Thema zu vertiefen :

Welche konkreten Elemente eines Bauprojekts können vereinfacht werden, ohne die Wohnqualität zu beeinträchtigen?

Gibt es Beispiele für einfache, aber dennoch moderne und funktionale Bauweisen?

Wie können durch standardisierte Bauweisen und vorgefertigte Elemente Kosten gesenkt werden?

Wie kann man Minimalismus und Funktionalität in das Design integrieren, um Kosten zu reduzieren?

Wie lassen sich Gemeinschaftsflächen oder Mehrzweckräume planen, um Flächen optimal zu nutzen?

Wie nachhaltig ist weniger aufwendiges Bauen, z. B. durch die Verwendung von recycelten oder regionalen Materialien?

Welche Bauweisen sind besonders effizient und sparen sowohl Zeit als auch Geld?

Wie kann man Baukosten sparen, ohne dabei auf Energieeffizienz und Langlebigkeit zu verzichten?

Was lässt sich bei einem privaten Bauprojekt durch Installation eines funkbasierten statt kabelbasierten Smart-Home einsparen?

Macht es Sinn, wenn ich Ausstattungen mit einer begrenzten Lebensdauer oder mit einer „begrenzt währenden Aktualität“ einfach ausstatte, um in vielleicht 10 Jahren auf modernsten Stand zu renovieren ?