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Die Trennung von Sanierungen im Gebäudeinneren von Außensanierungen kann in vielerlei Hinsicht sinnvoll sein, insbesondere in Bezug auf den Gesamtzeitbedarf, die Gesamtkosten und die Nutzbarkeit der Innenbereiche. Eine sorgfältige Planung dieser Trennung kann Vorteile in allen drei Bereichen bieten. Im Folgenden werden die wichtigsten Aspekte und potenziellen Vorteile dieser Trennung erklärt:
1. Gesamtzeitbedarf reduzieren
- Parallelisierung der Arbeiten: Durch die Trennung der Sanierungen können Arbeiten an der Gebäudehülle und im Innenbereich gleichzeitig durchgeführt werden, sofern es keine Abhängigkeiten gibt. Dies verkürzt die Gesamtbauzeit erheblich. Während außen z. B. an der Fassade oder dem Dach gearbeitet wird, können im Inneren Arbeiten an Installationen, Fußböden oder Wänden durchgeführt werden.
- Wetterabhängigkeit der Außensanierung: Außensanierungen sind oft stark wetterabhängig, insbesondere bei Dach- oder Fassadenarbeiten. Eine Trennung erlaubt es, Innenarbeiten fortzusetzen, wenn die äußeren Bedingungen ungünstig sind. So kann die Zeit optimal genutzt werden, ohne dass wetterbedingte Verzögerungen die gesamten Bauarbeiten beeinflussen.
- Planbare Arbeitsabschnitte: Wenn Innen- und Außensanierungen getrennt geplant und umgesetzt werden, können sie flexibler in Phasen unterteilt werden. Dies erleichtert die logistische Koordination und verhindert, dass durch Verzögerungen bei der Außensanierung die Innenarbeiten stillstehen müssen (und umgekehrt).
2. Optimierung der Gesamtkosten
- Effiziente Ressourcennutzung: Die Trennung der Arbeiten erlaubt eine gezielte und effizientere Ressourcennutzung. Teams für Innenarbeiten und Außensanierungen können unabhängig voneinander arbeiten, ohne sich gegenseitig zu behindern. Dadurch kann das Personal besser ausgelastet werden, was zu Kosteneinsparungen führt.
- Vermeidung von Mehrkosten durch Verzögerungen: Wenn Innen- und Außenarbeiten voneinander abhängig sind und eine Verzögerung in einem Bereich auftritt, könnten Stillstandskosten oder zusätzliche Aufwendungen entstehen. Durch die Trennung lassen sich diese Abhängigkeiten minimieren, und Verzögerungen in einem Bereich wirken sich nicht zwangsläufig auf den anderen aus.
- Finanzielle Flexibilität: Oft können die Kosten besser verteilt werden, wenn Sanierungen in Phasen aufgeteilt sind. Die Trennung der Sanierungen erlaubt es, Außen- und Innenarbeiten je nach Dringlichkeit und Budget zeitlich getrennt durchzuführen, wodurch finanzielle Mittel besser gesteuert und unnötige Investitionsspitzen vermieden werden können.
3. Optimierung der Nutzbarkeit von Innenbereichen
- Minimierung von Störungen: Eine getrennte Durchführung der Arbeiten stellt sicher, dass die Innenbereiche weiterhin teilweise oder vollständig nutzbar bleiben, während die Außensanierungen durchgeführt werden. Insbesondere bei Gebäuden, die während der Sanierung weiter genutzt werden sollen (wie z. B. Büros, Wohnungen oder öffentliche Gebäude), kann dies die Nutzung aufrechterhalten und Störungen minimieren.
- Reduzierung von Staub und Lärm im Inneren: Außensanierungen, insbesondere an der Fassade oder dem Dach, sind oft mit erheblichem Lärm und Staub verbunden. Durch eine Trennung der Arbeiten kann dieser Lärm und Staub während der Innenarbeiten vermieden oder zumindest verringert werden. Bewohner oder Nutzer des Gebäudes sind so weniger beeinträchtigt.
- Gezielte Abstimmung der Nutzung: Wenn der Innenbereich schnell saniert und wieder nutzbar gemacht wird, kann der Außenbereich separat bearbeitet werden, ohne die Nutzung der Innenräume zu beeinträchtigen. Dies ist besonders vorteilhaft in Situationen, in denen der Innenraum dringend benötigt wird, während die Außenarbeiten eher nachrangig sind.
4. Technische Abhängigkeiten minimieren
- Unabhängige Arbeitsschritte: In vielen Fällen können Innen- und Außenarbeiten weitgehend unabhängig voneinander durchgeführt werden. Beispielsweise haben Arbeiten an Heizung, Elektro oder Sanitär im Inneren oft keinen direkten Einfluss auf Dach- oder Fassadenarbeiten. Durch eine klare Trennung wird vermieden, dass Verzögerungen oder Probleme bei der Außensanierung die Innenarbeiten aufhalten.
- Außenarbeiten erfordern keine Sperrung des Innenraums: Viele Arbeiten an der Gebäudehülle, wie z. B. Fassadensanierung oder Dacharbeiten, können von außen durchgeführt werden, ohne den Innenraum zu blockieren. Hier kann eine gute Trennung der Sanierungsphasen die Beeinträchtigungen für die Nutzer des Gebäudes auf ein Minimum reduzieren.
5. Synergien nutzen, wenn sinnvoll
Es gibt allerdings Fälle, in denen es sinnvoll ist, bestimmte Arbeiten im Inneren und an der Außenseite des Gebäudes zeitgleich durchzuführen, um Synergien zu nutzen:
- Dämmung und Fensterwechsel: Wenn gleichzeitig die Fassade gedämmt und Fenster ausgetauscht werden, kann es sinnvoll sein, diese Arbeiten zu kombinieren, um Mehrfacharbeiten zu vermeiden.
- Dachsanierung und Schornstein-/Lüftungsarbeiten: Arbeiten am Dach können mit der Sanierung von Schornsteinen, Dachfenstern oder Lüftungsschächten sinnvoll kombiniert werden, um Gerüstkosten zu sparen und die Eingriffe zu minimieren.
Fazit
Die Trennung von Innen- und Außensanierungen kann Gesamtzeitbedarf, Gesamtkosten und Nutzbarkeit der Innenbereiche erheblich optimieren. Sie ermöglicht eine effizientere Nutzung von Ressourcen, reduziert Abhängigkeiten und vermeidet unnötige Störungen im Inneren des Gebäudes. Durch eine flexible, getrennte Planung können Sanierungen bedarfsgerecht umgesetzt werden, was besonders in Gebäuden, die während der Sanierungsarbeiten weiter genutzt werden, von Vorteil ist.