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Für Kellerfenster gibt es mehrere Einbauvarianten, die sich an den baulichen Gegebenheiten des Gebäudes und den funktionalen Anforderungen orientieren. Hier sind die gängigsten Einbauvarianten für Kellerfenster:
1. Einbau in der Wand (Mauerwerksfenster)
Diese Variante ist die häufigste für Kellerfenster und wird direkt in die Kelleraußenwand integriert. Es gibt zwei Hauptarten:
- Einbau in das Mauerwerk:
- Das Fenster wird direkt in das Mauerwerk eingesetzt und mit Mörtel oder Montageschaum fixiert. Dies ist die klassische Einbauweise bei Massivhäusern. Ein Sturz (tragendes Element) über dem Fenster sorgt für die notwendige Stabilität.
- Diese Art des Einbaus erfordert eine genaue Abdichtung, um Feuchtigkeit fernzuhalten, und ist in Kombination mit Wärmedämmung wichtig, um Energieverluste zu vermeiden.
- Einbau in einen Fensterrahmen:
- Bei modernen Bauweisen werden häufig Fensterrahmen (Blockrahmen) oder Blendrahmen verwendet, in die das Kellerfenster eingesetzt wird. Diese Rahmenkonstruktion verbessert die Abdichtung und erleichtert den Einbau.
- Der Rahmen wird fest in das Mauerwerk integriert, und das Fenster wird dann in den Rahmen eingesetzt.
2. Lichtschachtfenster
Kellerfenster, die in Verbindung mit einem Lichtschacht eingebaut werden, sind weit verbreitet, da Kellerfenster oft unterhalb der Erdoberfläche liegen. Der Lichtschacht sorgt dafür, dass Tageslicht in den Keller gelangen kann. Es gibt zwei gängige Varianten:
- Standard Lichtschacht mit Gitterrost:
- Der Lichtschacht besteht aus Beton oder Kunststoff und befindet sich vor dem Kellerfenster. Ein Gitterrost bedeckt den Lichtschacht, sodass er begehbar ist, und schützt vor Schmutz und Laub. Das Fenster selbst kann in die Kellerwand eingebaut werden und öffnet sich in den Lichtschacht hinein.
- Diese Lösung ist beliebt, da sie eine einfache Belüftung des Kellers und gleichzeitig den Schutz vor Schmutz und Feuchtigkeit bietet.
- Lichtschacht mit Abdeckung:
- Zusätzlich zum Gitterrost kann der Lichtschacht mit einer transparenten Abdeckung versehen werden, um den Eindringen von Regenwasser oder Schnee zu verhindern. Diese Abdeckungen bestehen oft aus Glas oder Kunststoff und lassen Licht durch, während sie das Kellerfenster vor Witterungseinflüssen schützen.
3. Einbau in WU-Beton (wasserundurchlässiger Beton)
In Bereichen mit hoher Feuchtigkeitsbelastung (z.B. bei hohem Grundwasserspiegel) oder bei der Errichtung einer sog. weißen Wanne wird oft wasserundurchlässiger Beton (WU-Beton) verwendet. In solchen Fällen muss das Kellerfenster speziell für diese Bedingungen angepasst sein:
- Fenster mit wasserdichter Abdichtung:
- Kellerfenster, die in WU-Beton eingebaut werden, benötigen eine besonders sorgfältige Abdichtung gegen Feuchtigkeit, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Hier kommen spezielle Dichtungssysteme oder vormontierte Dichtflansche zum Einsatz, die in die Betonkonstruktion integriert werden.
- Diese Fenster bieten Schutz gegen drückendes Wasser, was vor allem in Gebieten mit Hochwasser oder hohem Grundwasserspiegel wichtig ist.
4. Einbau in gedämmte Kellerwände (Perimeterdämmung)
Kellerwände, die mit einer Perimeterdämmung (Außendämmung) versehen sind, benötigen eine spezielle Einbauweise für Kellerfenster, um die Wärmebrücken zu minimieren und eine gute Dämmung zu gewährleisten:
- Dämmrahmen:
- Das Fenster wird in einen Dämmrahmen eingebaut, der zwischen der Perimeterdämmung und dem Fenster eingesetzt wird. Dadurch wird der Übergang zwischen Kellerwand und Fenster thermisch getrennt, was eine Verbesserung der Energieeffizienz ermöglicht.
- Diese Variante ist besonders in Passivhäusern oder energieeffizienten Gebäuden wichtig, um den Wärmeverlust zu minimieren.
5. Einbau in Stahlbetonwände (z.B. Fertigteile)
Bei modernen Bauprojekten werden Keller oft in Fertigteilen aus Stahlbeton errichtet. In solchen Fällen gibt es spezielle Fenster, die für den Einbau in Stahlbeton ausgelegt sind:
- Einbau in vorgefertigte Fensteröffnungen:
- In der Stahlbetonwand werden standardisierte Fensteröffnungen vorgesehene, in die das Kellerfenster eingebaut wird. Diese Fensteröffnungen werden meist mit speziellen Einbaurahmen ausgestattet, die eine feste Integration in die Betonstruktur ermöglichen.
- Die Abdichtung muss in solchen Fällen besonders sorgfältig durchgeführt werden, um Wasserundurchlässigkeit zu gewährleisten.
Zusätzliche Optionen und Besonderheiten:
- Lüftungsfenster: Einige Kellerfenster bieten spezielle Lüftungsmechanismen, um eine bessere Belüftung im Keller zu gewährleisten. Diese Fenster haben eine Kippfunktion oder integrierte Lüftungsschlitze.
- Sicherheitsfenster: Für Kellerfenster, die sich auf der Bodenebene befinden, kann es sinnvoll sein, spezielle einbruchhemmende Fenster einzubauen, die eine höhere Sicherheit bieten. Diese Fenster sind oft mit Sicherheitsglas oder speziellen Verriegelungen ausgestattet.
Zusammenfassung:
Die Einbauvarianten für Kellerfenster hängen von den baulichen Anforderungen, der Feuchtigkeitsbelastung und der gewünschten Energieeffizienz ab. Wichtige Faktoren sind die Art der Kellerwand (Mauerwerk, Beton), die Nutzung von Lichtschächten für Tageslichtzufuhr und der Einsatz von Abdichtungstechniken bei hohem Grundwasserspiegel. Entsprechend den Gegebenheiten und Anforderungen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um Kellerfenster sicher, energieeffizient und wetterfest zu integrieren.