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Das Verlegen von Installationen wie Elektrik, Wasser und Lüftung in nichttragenden Wänden erfordert eine sorgfältige Planung und Ausführung, um die Funktionalität der Wände und die Zugänglichkeit der Installationen sicherzustellen. Hier sind die gängigsten Möglichkeiten:
1. Verlegung in Trockenbauwänden
- Hohlraum im Ständerwerk nutzen: Trockenbauwände bestehen aus einem Ständerwerk, das hohle Bereiche bietet, die sich ideal für die Verlegung von Elektrik, Wasserleitungen und Lüftungsrohren eignen. Kabel, Rohre und Lüftungskanäle werden in diesen Hohlräumen zwischen den vertikalen Ständern verlegt.
- Einbau von Installationsdosen: Für Steckdosen, Schalter und Anschlussdosen werden entsprechende Aussparungen in die Gipskartonplatten geschnitten, und Installationsdosen werden eingebaut.
- Dämmung und Installationen kombinieren: Bei der Verlegung von Installationen wird darauf geachtet, dass die Dämmung weiterhin effektiv bleibt. Kabel und Rohre sollten so verlegt werden, dass sie die Dämmung möglichst wenig beeinträchtigen.
2. Verlegung hinter Vorwandinstallationen
- Vorwandinstallation für Sanitärbereiche: In Badezimmern und anderen Nassräumen wird häufig eine Vorwandinstallation verwendet. Hierbei handelt es sich um eine zweite Wand vor der eigentlichen Wand, hinter der die Wasserleitungen, Abwasserrohre und Lüftungskanäle verlaufen.
- Platz für große Installationen: Diese Methode bietet genügend Platz für größere Rohrleitungen und ermöglicht eine einfache Wartung und Reparatur, da die Installationen hinter der Vorwand leicht zugänglich sind.
3. Verlegung in Installationsschächten
- Installationsschächte integrieren: In größeren Gebäuden werden oft Installationsschächte verwendet, die vertikal durch mehrere Stockwerke verlaufen. Diese Schächte bieten Platz für die gebündelte Verlegung von Elektrik, Wasserleitungen und Lüftungssystemen.
- Zugänglichkeit sicherstellen: Installationsschächte haben meist Revisionsöffnungen, die den Zugang zu den Leitungen für Wartungsarbeiten ermöglichen.
4. Verlegung in Kabelkanälen
- Kabelkanäle an der Wandoberfläche: Kabelkanäle können auf der Wandoberfläche angebracht werden, was vor allem bei nachträglichen Installationen praktisch ist. Diese Kanäle bestehen oft aus Kunststoff und können gestrichen werden, um sie optisch an die Wand anzupassen.
- Flexibilität bei Änderungen: Kabelkanäle bieten Flexibilität, da sie bei Bedarf leicht geöffnet und erweitert werden können, um zusätzliche Kabel aufzunehmen.
5. Verlegung in Bodenschienen
- Installationen im Bodenbereich: In einigen Fällen können Installationen auch im Bodenbereich, unterhalb der Wand, verlegt werden. Dies ist besonders nützlich für Steckdosen und elektrische Anschlüsse, die in Bodennähe benötigt werden.
- Abdeckung durch Sockelleisten: Kabel und Rohre, die im Bodenbereich verlaufen, können durch spezielle Sockelleisten abgedeckt werden, die gleichzeitig eine optische Einfassung bieten.
6. Verlegung in der Decke
- Abgehängte Decken nutzen: In Kombination mit nichttragenden Wänden können abgehängte Decken verwendet werden, um Installationen wie Lüftungsrohre, Elektro- und Wasserleitungen zu verlegen. Diese Installationen werden dann durch die Wand mit den entsprechenden Anschlüssen verbunden.
- Zugangsöffnungen vorsehen: Abgehängte Decken können mit Revisionsklappen ausgestattet werden, um den Zugang zu den Installationen zu erleichtern.
7. Modulare Wandpaneele mit integrierten Installationen
- Vorgefertigte Module verwenden: In modernen Bauprojekten werden zunehmend modulare Wandpaneele verwendet, die bereits Installationskanäle und -dosen integriert haben. Diese Paneele werden einfach montiert und die Installationen in die vorgesehenen Kanäle eingeführt.
Durch die Kombination dieser Methoden können Installationen in nichttragenden Wänden effizient und unsichtbar verlegt werden, ohne die strukturelle Integrität oder die Ästhetik der Wand zu beeinträchtigen.