Welche Räume im Haus eignen sich besonders gut dafür, den Ausbau oder die Gestaltung aufzuschieben?

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Das Aufschieben des Ausbaus oder der Gestaltung bestimmter Räume im Haus ist eine wirksame Methode, um kurzfristig Kosten zu sparen. Besonders geeignet sind Räume, die nicht unmittelbar für den Alltag benötigt werden oder deren Funktion in der Anfangsphase auf einfache Weise erfüllt werden kann. Hier eine Übersicht:


1. Keller

  • Warum geeignet?
    • Keller werden oft als Lager- oder Technikräume genutzt, für die ein Rohzustand ausreicht.
    • Der Ausbau zu Wohn- oder Hobbyräumen kann später erfolgen, ohne die Grundfunktion des Hauses zu beeinträchtigen.
  • Maßnahmen, die aufgeschoben werden können:
    • Verputzen, Streichen oder Fliesen der Wände
    • Bodenbeläge wie Estrich oder Fliesen
    • Einbau von Deckenverkleidungen oder Dämmung

2. Kinderzimmer

  • Warum geeignet?
    • Wenn Kinder (z. B. Nachwuchs) erst zu einem späteren Zeitpunkt erwartet werden, können diese Räume vorübergehend ungenutzt bleiben oder als Abstellraum dienen.
  • Maßnahmen, die aufgeschoben werden können:
    • Streichen oder Tapezieren der Wände
    • Verlegen von Bodenbelägen wie Teppich oder Laminat
    • Möblierung und Einrichtung

3. Gästezimmer

  • Warum geeignet?
    • Gästezimmer werden nur sporadisch genutzt und können in einem provisorischen Zustand belassen werden, bis sie häufiger gebraucht werden.
  • Maßnahmen, die aufgeschoben werden können:
    • Vollständige Einrichtung (Betten, Schränke)
    • Optische Arbeiten wie Streichen, Tapezieren oder Wandverkleidungen
    • Installation von zusätzlichen Steckdosen oder Lampen

4. Dachgeschoss

  • Warum geeignet?
    • Das Dachgeschoss wird häufig erst später als zusätzlicher Wohnraum genutzt (z. B. als Büro, Gästezimmer oder Studio).
  • Maßnahmen, die aufgeschoben werden können:
    • Ausbau von Trockenbauwänden oder -decken
    • Verlegen von Bodenbelägen
    • Dämmung und Verkleidung (falls die Basisdämmung vorhanden ist)
    • Einbau von Dachflächenfenstern

5. Technikraum

  • Warum geeignet?
    • Der Technikraum muss in der Anfangsphase nur funktional sein, da seine optische Gestaltung keine Priorität hat.
  • Maßnahmen, die aufgeschoben werden können:
    • Fliesen oder Verkleiden der Wände
    • Verlegen von Bodenbelägen
    • Einrichtung von Regalen oder Schränken

6. Hobbyräume

  • Warum geeignet?
    • Hobbyräume gehören nicht zu den essenziellen Wohnräumen und können bei Bedarf später ausgebaut werden.
  • Maßnahmen, die aufgeschoben werden können:
    • Wände und Böden gestalten
    • Installation von Stromanschlüssen für spezielle Geräte
    • Möblierung und Einrichtung

7. Hauswirtschaftsraum

  • Warum geeignet?
    • Solange die grundlegenden Anschlüsse für Waschmaschine und Trockner vorhanden sind, ist die optische Gestaltung zweitrangig.
  • Maßnahmen, die aufgeschoben werden können:
    • Verlegen von Bodenfliesen oder Wandverkleidungen
    • Aufbau von Regalen und Schränken

8. Garage

  • Warum geeignet?
    • Eine Garage kann vorerst im Rohbau belassen werden, da sie ihre Funktion als Stellplatz oder Lagerraum auch ohne Fertigstellung erfüllt.
  • Maßnahmen, die aufgeschoben werden können:
    • Verputzen oder Streichen der Wände
    • Verlegen eines Bodenbelags
    • Einbau von automatischen Garagentoren oder Fenstern

9. Abstellkammern und Vorratsräume

  • Warum geeignet?
    • Diese Räume dienen in erster Linie zur Lagerung und benötigen keine aufwendige Gestaltung.
  • Maßnahmen, die aufgeschoben werden können:
    • Optische Arbeiten wie Streichen oder Tapezieren
    • Installation von Regalen oder Einbauschränken

10. Außenbereiche (Terrasse, Balkon)

  • Warum geeignet?
    • Außenbereiche sind in der Anfangsphase oft zweitrangig und können funktional bleiben, bis der Innenausbau abgeschlossen ist.
  • Maßnahmen, die aufgeschoben werden können:
    • Verlegen von Terrassenplatten oder Holzdielen
    • Aufbau von Geländern oder Verkleidungen
    • Möblierung und Begrünung

Zusammenfassung

Räume, die nicht sofort benötigt werden oder in einem provisorischen Zustand genutzt werden können, eignen sich hervorragend für das Aufschieben von Ausbau- und Gestaltungsmaßnahmen. Dies hilft Bauherren, die anfänglichen Baukosten zu senken und nach und nach aus den laufenden Einnahmen zu finanzieren. Wichtig ist jedoch, dass alle notwendigen technischen Vorbereitungen (z. B. Anschlüsse, Leitungen) bereits in der Bauphase berücksichtigt werden, um spätere Nachrüstungen zu erleichtern.