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Die Qualität von Renovierungsarbeiten vor der Abnahme zu prüfen, erfordert eine systematische Vorgehensweise. Hier sind die wesentlichen Schritte:
1. Sichtprüfung und allgemeine Kontrolle
- Überprüfung, ob die Arbeiten vollständig gemäß Vertrag, Leistungsverzeichnis oder Angebot ausgeführt wurden.
- Kontrolle der verwendeten Materialien auf Übereinstimmung mit den vereinbarten Spezifikationen.
- Bewertung der handwerklichen Qualität (z. B. saubere Kanten, gleichmäßige Oberflächen).
2. Detaillierte Prüfung nach Gewerken
a) Maler- und Lackierarbeiten
- Gleichmäßigkeit des Farbauftrags (keine Streifen oder Flecken).
- Keine Farbspritzer auf angrenzenden Bauteilen.
- Saubere Kanten an Übergängen zu anderen Materialien.
b) Bodenbeläge (Parkett, Fliesen, Teppich, Vinyl)
- Ebenheit und fester Sitz des Belags (keine Wellen, keine losen Stellen).
- Saubere Fugen bei Fliesen, keine Risse oder Hohlräume.
- Keine Kratzer oder Beschädigungen auf Oberflächen.
c) Elektroinstallationen
- Funktionstest aller Schalter, Steckdosen und Lichtquellen.
- Saubere und fachgerechte Montage von Schaltern und Steckdosen.
- Prüfung auf normgerechte Absicherung und Kennzeichnung im Sicherungskasten.
d) Sanitärarbeiten
- Prüfung auf Dichtigkeit aller Anschlüsse.
- Funktionstest von Wasserhähnen, Duschen, Toiletten und Abflüssen.
- Saubere Silikonfugen ohne Lücken oder Blasen.
e) Türen und Fenster
- Leichtgängige und dichte Schließmechanismen.
- Keine Kratzer oder Beschädigungen.
- Funktion der Dichtungen prüfen.
3. Maßkontrolle
- Überprüfung, ob Maße und Abstände gemäß Plänen eingehalten wurden.
- Ebenheit von Wänden und Fußböden mit Wasserwaage oder Richtlatte prüfen.
4. Feuchtigkeitsmessung
- Besonders relevant bei Estrich, Putz oder Holzarbeiten.
- Sicherstellen, dass die Restfeuchte im zulässigen Bereich liegt.
5. Funktionstests
- Heizung und Lüftung testen (z. B. Heizkörper erwärmen gleichmäßig).
- Türen und Fenster öffnen und schließen problemlos.
- Wasserabläufe funktionieren ordnungsgemäß.
6. Dokumentation von Mängeln
- Alle festgestellten Mängel mit Fotos und Notizen dokumentieren.
- Mängelliste erstellen und dem Handwerker/Unternehmen zur Nachbesserung übergeben.
7. Abnahmeprotokoll und Übergabe
- Gemeinsame Begehung mit dem Handwerker.
- Falls keine oder nur geringe Mängel bestehen, schriftliche Abnahme mit Unterschriften beider Parteien.
- Falls Mängel vorhanden sind, Frist für Nachbesserung setzen.
Durch diese strukturierte Vorgehensweise lassen sich Fehler frühzeitig erkennen und rechtzeitig beheben, bevor die Renovierung endgültig abgenommen wird.