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Die Prüfung eines neu installierten Durchlauferhitzers umfasst sowohl die elektrische als auch die hydraulische Funktionalität. Hier sind die wichtigsten Schritte, um sicherzustellen, dass das Gerät korrekt arbeitet und optimal eingestellt ist.
1. Sicherheitshinweise vor der Prüfung
Sicherstellen, dass die Montage durch einen Fachbetrieb erfolgt ist.
FI-Schutzschalter im Sicherungskasten testen, um die Sicherheit der Installation zu gewährleisten.
Prüfen, ob die elektrische Zuleitung den Herstellerangaben entspricht (richtige Absicherung in Ampere).
Falls Unsicherheiten bestehen: Eine Elektrofachkraft oder den Installateur hinzuziehen.
2. Elektrische Prüfung
a) Funktionstest der Stromversorgung
- Sicherstellen, dass der Durchlauferhitzer korrekt an das Stromnetz angeschlossen wurde.
- Mit einem Multimeter Spannung an den Anschlussklemmen messen (i.d.R. 230V oder 400V).
b) FI-Schutzschalter-Test
- Den FI-Schutzschalter (RCD) im Sicherungskasten auslösen und prüfen, ob der Durchlauferhitzer abgeschaltet wird.
- Wenn der Schalter nicht auslöst, besteht ein Sicherheitsproblem, das sofort behoben werden muss.
c) Leistung und Erwärmung testen
- Gerät einschalten und die Leistungsstufen (z. B. 18 kW, 21 kW, 24 kW) nach Herstellerangaben prüfen.
- Anhand der Anzeige (falls vorhanden) prüfen, ob das Gerät die richtige Leistung erreicht.
- Falls das Gerät nicht warm wird, kann ein Anschlussfehler oder eine defekte Heizspirale vorliegen.
3. Hydraulische Prüfung (Wasserdurchfluss & Temperatur)
a) Durchflussmenge prüfen
- Wasserhahn oder Dusche aufdrehen und kontrollieren, ob genügend Wasser durch den Durchlauferhitzer strömt.
- Falls zu wenig Wasser kommt:
- Sieb am Zulauf reinigen
- Wasserdruck messen (mindestens 2-3 bar erforderlich)
b) Temperaturtest
- Warmwasserhahn auf maximale Temperatur stellen und mit einem Thermometer die tatsächliche Wassertemperatur messen.
- Falls das Wasser nicht heiß genug wird:
- Gerät auf höhere Temperatur einstellen (sofern möglich).
- Durchflussmenge reduzieren, falls zu viel Wasser durchfließt und nicht genügend erwärmt wird.
c) Thermostat-Funktion prüfen
- Wasser langsam kälter und wärmer regeln und beobachten, ob die Temperatur stabil bleibt.
- Bei plötzlichen Temperaturschwankungen prüfen:
- Ist der Wasserdruck konstant?
- Sind alle Ventile und Leitungen richtig dimensioniert?
4. Feineinstellungen für optimalen Betrieb
a) Temperaturbegrenzung einstellen
- Falls der Durchlauferhitzer eine elektronische Steuerung hat, die gewünschte maximale Temperatur einstellen (z. B. 55°C für Sicherheit und Energieeffizienz).
- Bei hydraulischen Geräten sicherstellen, dass die richtige Durchflussmenge gewählt wurde.
b) Komforteinstellungen (bei elektronischen Modellen)
- Falls das Gerät eine Fernbedienung oder digitale Regelung besitzt, testen, ob die gewählten Temperaturen exakt erreicht werden.
- Eco-Modus aktivieren, falls verfügbar, um Strom- und Wasserverbrauch zu optimieren.
5. Abschlussprüfung und Dokumentation
Sicherstellen, dass der Durchlauferhitzer sicher und zuverlässig arbeitet.
Falls alles einwandfrei funktioniert, Prüfprotokoll oder Übergabedokumentation erstellen (falls von Handwerker gefordert).
Kundenanleitung durchlesen und ggf. Anpassungen an Benutzerwünsche vornehmen.
Falls Probleme auftreten, sollte der Hersteller-Support oder ein Elektroinstallateur kontaktiert werden, um eine professionelle Diagnose zu erhalten.