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Die Überprüfung einer neu installierten Kleinhebeanlage für Toilettenabwässer erfolgt in zwei Bereichen: elektrische Funktionalität und hydraulische Leistung. Hier sind die wichtigsten Tests und möglichen Einstellungen:
1. Sicherheitsprüfung vor Inbetriebnahme
- Prüfen, ob die Installation fachgerecht nach Herstellerangaben erfolgt ist.
- Kontrolle, ob die Anlage ordnungsgemäß am Stromnetz angeschlossen wurde (FI-Schutzschalter vorhanden und funktionsfähig).
- Sicherstellen, dass alle Anschlüsse für Zu- und Ablaufrohre korrekt montiert und abgedichtet sind.
- Falls das Modell eine Belüftung benötigt, prüfen, ob diese fachgerecht installiert wurde.
2. Elektrische Prüfung
- Sicherstellen, dass die Stromversorgung den richtigen Spannungswert hat (meist 230V).
- Falls vorhanden, die FI-Schutzschaltung im Sicherungskasten testen (Test-Taste drücken → Gerät muss abschalten).
- Prüfen, ob sich die Pumpe automatisch einschaltet, wenn Wasser in den Behälter gelangt.
- Sicherstellen, dass das Motorgehäuse nicht heiß wird oder ungewöhnliche Geräusche macht (z. B. Brummen oder Vibrationen).
- Falls eine Warnleuchte oder ein akustisches Alarmsignal integriert ist, testen, ob es bei Überfüllung oder Störungen funktioniert.
3. Hydraulische Prüfung (Wasserdurchfluss & Abpumpen)
- Erster Test mit sauberem Wasser:
- Mehrere Liter Wasser (z. B. mit einem Eimer) in die Toilette geben und beobachten, ob die Anlage das Wasser korrekt und vollständig abpumpt.
- Sicherstellen, dass der Ablauf nicht blockiert ist und das Wasser schnell abfließt.
- Spülvorgang prüfen:
- Toilette mehrmals hintereinander spülen und kontrollieren, ob die Pumpe zuverlässig anspringt und den Behälter leert.
- Prüfen, ob der Motor bei niedrigem Wasserstand automatisch abschaltet.
- Luftdruckausgleich und Rückstauklappe testen:
- Falls die Hebeanlage eine Entlüftung oder Rückstauklappe besitzt, überprüfen, ob die Luft frei entweicht und kein Rückstau in die Toilette entsteht.
- Falls unangenehme Gerüche auftreten: Prüfen, ob die Belüftungsleitung richtig angeschlossen ist.
4. Notabschaltung und Alarm testen
- Falls die Hebeanlage über eine Notabschaltung oder einen Alarm verfügt, prüfen, ob dieser korrekt funktioniert.
- Gegebenenfalls die Herstelleranleitung nutzen, um die Alarmgrenze oder Sensoreinstellungen anzupassen.
- Falls das Gerät eine Notfall-Handpumpe oder manuelle Entleerungsmöglichkeit hat, testen, ob diese betriebsbereit ist.
5. Dichtheitsprüfung
- Alle Zuleitungen, Anschlüsse und Dichtungen auf Feuchtigkeit oder Undichtigkeiten überprüfen.
- Den Behälter auf sichtbare Leckagen kontrollieren, besonders an Verschraubungen und Gummidichtungen.
- Falls Wasser austritt: Dichtungen nachziehen oder ersetzen.
6. Feineinstellungen und Optimierung
- Falls die Pumpe zu oft anspringt, prüfen, ob eine Mindestmenge für den Start eingestellt werden kann.
- Sicherstellen, dass der Pumpendruck für die Förderhöhe ausreicht (besonders bei langen oder verwinkelten Abflussrohren).
- Falls es zu Geräuschentwicklung kommt: Prüfen, ob die Anlage schwingungsdämpfend montiert wurde (z. B. auf einer Gummimatte).
7. Abschlussprüfung und Dokumentation
- Falls die Anlage ordnungsgemäß funktioniert, eine Übergabedokumentation oder Prüfprotokoll erstellen (falls vom Installateur gefordert).
- Falls Störungen oder Funktionsmängel auftreten, den Hersteller-Support oder den Installateur kontaktieren.
- Den Wartungsplan prüfen, da viele Kleinhebeanlagen regelmäßig gereinigt oder entkalkt werden müssen.
Eine korrekte Prüfung stellt sicher, dass die Kleinhebeanlage zuverlässig, leise und ohne Störungen arbeitet.