Wie reinigt man Fassadenflächen richtig, bevor man sie streicht?

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Die richtige Reinigung von Fassadenflächen ist ein entscheidender Schritt, um eine optimale Haftung und ein langlebiges Ergebnis des neuen Anstrichs zu gewährleisten. Zunächst sollte die Fassade einer gründlichen Sichtprüfung unterzogen werden, um den Grad der Verschmutzung sowie eventuelle Schäden zu identifizieren. Abhängig von der Art und dem Grad der Verschmutzung stehen verschiedene Reinigungsmethoden zur Verfügung.

Beginnen Sie mit dem Entfernen von grobem Schmutz, Staub und losem Material. Hierfür eignet sich ein Besen oder eine weiche Bürste. Bei stärkeren Verschmutzungen und Bewuchs, wie Algen, Moos und Flechten, ist der Einsatz eines Hochdruckreinigers empfehlenswert. Dieser sollte mit einer geeigneten Düse und einem Druck von etwa 100 bis 150 Bar betrieben werden, um die Fassade effektiv zu reinigen, ohne das Material zu beschädigen. Beim Hochdruckreiniger sollte ein Abstand von mindestens 30 Zentimetern zur Fassade eingehalten werden, um Schäden zu vermeiden.

Für hartnäckige Verschmutzungen und organischen Bewuchs können spezielle Fassadenreiniger oder algizide und fungizide Mittel verwendet werden. Diese Reinigungsmittel werden gemäß den Herstellerangaben auf die betroffenen Stellen aufgetragen und benötigen eine gewisse Einwirkzeit, bevor sie mit Wasser abgewaschen werden. Bei der Anwendung dieser chemischen Mittel sollten stets die Sicherheitsvorschriften beachtet und Schutzausrüstung wie Handschuhe und Schutzbrille getragen werden.

Ölige oder fettige Verschmutzungen, die häufig bei Fassaden in städtischen Bereichen oder in der Nähe von stark befahrenen Straßen vorkommen, erfordern den Einsatz von fettlösenden Reinigern. Diese werden ebenfalls nach Herstellerangaben aufgetragen und anschließend gründlich abgespült.

Nachdem die Fassade gründlich gereinigt wurde, ist es wichtig, sie vollständig trocknen zu lassen. Eine feuchte Fassade kann die Haftung der neuen Farbe beeinträchtigen und zu Blasenbildung oder Abblättern führen. Die Trocknungszeit hängt von der Wetterlage ab, in der Regel sollte die Fassade mindestens 24 bis 48 Stunden trocknen.

Abschließend sollten alle reparaturbedürftigen Stellen, wie Risse und Löcher, mit geeigneten Materialien, z.B. Fassadenspachtel oder Mörtel, ausgebessert und glatt geschliffen werden. Bei stark saugenden oder sandigen Untergründen ist eine Grundierung empfehlenswert, um die Saugfähigkeit zu reduzieren und eine gleichmäßige Farbaufnahme zu gewährleisten.

Zusammengefasst beinhaltet die richtige Reinigung von Fassadenflächen vor dem Streichen folgende Schritte: Entfernung von grobem Schmutz, Einsatz eines Hochdruckreinigers bei starken Verschmutzungen, Anwendung spezieller Reinigungsmittel für hartnäckige oder fettige Verunreinigungen, vollständiges Trocknen der Fassade und Ausbesserung von Schäden. Diese gründlichen Vorbereitungen sind essenziell, um eine optimale Haftung und ein langlebiges Ergebnis des neuen Anstrichs zu gewährleisten.