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Der erzeugte Solarstrom wird über mehrere Schritte in das Hausnetz eingespeist, damit er für den Eigenverbrauch genutzt oder ins öffentliche Netz eingespeist werden kann. Hier ist eine Übersicht über den Prozess:
1. Erzeugung des Solarstroms
- Solarmodule: Die Photovoltaikmodule wandeln Sonnenlicht in Gleichstrom (DC) um.
2. Wechselrichter
- Funktion: Der Gleichstrom aus den Solarmodulen wird durch einen Wechselrichter in Wechselstrom (AC) umgewandelt, der für den Hausgebrauch geeignet ist.
- Arten von Wechselrichtern:
- String-Wechselrichter: Verbinden mehrere Module in einer Reihe (String) und wandeln den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um.
- Mikro-Wechselrichter: Jeder einzelne Solarmodul hat einen eigenen Wechselrichter, was die Effizienz erhöht, besonders bei Teilverschattung.
- Hybrid-Wechselrichter: Diese können auch mit Batteriespeichern arbeiten und steuern, wann der Strom gespeichert oder genutzt wird.
3. Hausanschluss und Verteilung
- Netzanschlusspunkt: Der Wechselstrom wird vom Wechselrichter zum Hausanschlusspunkt (HAK) geleitet, wo er in das Hausnetz eingespeist wird.
- Einspeisezähler: Ein Zweirichtungszähler misst sowohl den eingespeisten als auch den aus dem Netz bezogenen Strom. Dies ermöglicht die Berechnung der Einspeisevergütung und des Strombezugs.
4. Nutzung des Solarstroms
- Eigenverbrauch: Der erzeugte Solarstrom wird vorrangig für den Eigenbedarf genutzt, um die Stromkosten zu senken. Haushaltsgeräte und andere elektrische Verbraucher nutzen den Strom direkt aus der Solaranlage.
- Überschusseinspeisung: Wenn mehr Strom erzeugt wird, als im Haushalt benötigt wird, wird der Überschuss ins öffentliche Netz eingespeist. Dies geschieht automatisch, wenn der Eigenverbrauch gedeckt ist.
5. Speichersysteme (optional)
- Batteriespeicher: Überschüssiger Solarstrom kann in Batteriespeichern gespeichert werden, um ihn später bei Bedarf (z.B. nachts oder bei Bewölkung) zu nutzen. Dies erhöht den Eigenverbrauch und die Unabhängigkeit vom öffentlichen Netz.
- Ladezustandsüberwachung: Ein Energiemanagementsystem überwacht den Ladezustand der Batterie und steuert die Einspeisung und den Verbrauch optimal.
6. Netzeinspeisung und Vergütung
- Einspeisung ins Netz: Überschüssiger Strom, der nicht im Haushalt genutzt oder gespeichert wird, wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist.
- Einspeisevergütung: Der eingespeiste Strom wird vom Netzbetreiber vergütet. Die Höhe der Vergütung hängt von gesetzlichen Regelungen und Förderprogrammen ab.
Komponenten und deren Funktionen
- Solarmodule: Erzeugen Gleichstrom aus Sonnenlicht.
- Wechselrichter: Wandeln Gleichstrom in Wechselstrom um und synchronisieren diesen mit der Netzfrequenz.
- Batteriespeicher (optional): Speichern überschüssigen Strom für den späteren Gebrauch.
- Energiemanagementsysteme: Überwachen und optimieren den Stromfluss zwischen Erzeugung, Verbrauch, Speicherung und Einspeisung.
Beispiel
Ein Einfamilienhaus mit einer 5 kWp Solaranlage in Deutschland kann durchschnittlich etwa 5.000 kWh pro Jahr erzeugen. Bei optimaler Nutzung und Speicherung kann der Eigenverbrauch maximiert und die Abhängigkeit vom Stromnetz minimiert werden.