www.baukosten.com > >100 Baugewerke im Detail > Vorbereitungen und Rohbauarbeiten > Planung und Behörden > Architektenplanung
Sie werden schrittweise erarbeitet und dabei eng mit den Wünschen und Anforderungen des Bauherrn abgestimmt. Der Prozess lässt sich in folgende Schritte gliedern:
1. Bedarfsanalyse
- Raumprogramm: Zu Beginn des Projekts erstellt der Architekt gemeinsam mit dem Bauherrn ein Raumprogramm. Dieses Dokument listet alle gewünschten Räume auf, inklusive ihrer Funktionen und Flächenanforderungen. Beispielsweise könnte ein Raumprogramm für ein Einfamilienhaus folgende Räume umfassen: Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer, Badezimmer, Arbeitszimmer, Gästezimmer, etc.
- Prioritäten setzen: Der Bauherr und der Architekt definieren, welche Räume Priorität haben und welche Flächenanforderungen unbedingt erfüllt werden müssen. Hier werden auch spezifische Anforderungen, wie Raumbeziehungen (z.B. Küche nahe dem Esszimmer), diskutiert.
2. Konzeptionelle Entwurfsphase
- Zonierung: Der Architekt beginnt mit der Zonierung, bei der die Räume in verschiedene Funktionsbereiche unterteilt werden (z.B. Wohnbereich, Schlafbereich, Arbeitsbereich). Diese Zonen werden so angeordnet, dass sie den Bedürfnissen des Bauherrn und der Funktionalität des Gebäudes entsprechen.
- Flächenverteilung: Auf Basis des Raumprogramms und der Zonierung wird eine grobe Flächenverteilung vorgenommen. Der Architekt weist jedem Raum eine bestimmte Fläche zu, die den Anforderungen gerecht wird.
3. Erste Entwurfsskizzen
- Grundriss-Skizzen: Der Architekt fertigt erste Grundriss-Skizzen an, die die Anordnung der Räume und deren Größenverhältnisse darstellen. Diese Skizzen sind oft noch sehr schematisch und dienen dazu, verschiedene Konzepte zu visualisieren.
- Raumbeziehungen: In dieser Phase wird besonders darauf geachtet, wie die Räume zueinander in Beziehung stehen. Beispielsweise könnte das Wohnzimmer mit direktem Zugang zur Terrasse geplant werden, oder das Schlafzimmer sollte in einem ruhigeren Teil des Hauses liegen.
4. Feedback und Anpassungen
- Präsentation und Diskussion: Die ersten Entwurfsskizzen werden dem Bauherrn präsentiert. Es folgt eine Diskussion, in der der Bauherr Feedback zu den Raumaufteilungen und Flächenplanungen gibt. Wünsche und Änderungen werden notiert und in den Entwurf eingearbeitet.
- Anpassungen: Auf Grundlage des Feedbacks überarbeitet der Architekt die Skizzen. Dieser Prozess kann mehrere Runden umfassen, bis eine zufriedenstellende Lösung gefunden wird.
5. Entwurfsplanung
- Detailplanung der Grundrisse: In der Entwurfsphase werden die Grundrisse detaillierter ausgearbeitet. Dabei werden nicht nur die Raumgrößen festgelegt, sondern auch genaue Positionen von Fenstern, Türen und Wänden. Die Raumhöhen und die Platzierung von Einbauten, wie Schränken oder Sanitäreinrichtungen, werden ebenfalls berücksichtigt.
- Raumproportionen und Möblierung: Der Architekt achtet darauf, dass die Proportionen der Räume stimmig sind und die Möblierung problemlos möglich ist. Dazu werden oft auch Möblierungsvorschläge in die Pläne integriert.
6. Funktions- und Ergonomieprüfung
- Praktikabilität: Der Architekt überprüft, ob die geplante Raumaufteilung im Alltag praktikabel ist. Hier werden ergonomische Aspekte, wie die Bewegungsfreiheit in der Küche oder die Laufwege im Haus, berücksichtigt.
- Flächenoptimierung: Gegebenenfalls wird die Flächenplanung optimiert, um ungenutzte Bereiche zu minimieren und die Nutzungseffizienz zu maximieren.
7. Finalisierung des Entwurfs
- Abstimmung mit Bauherr und Fachplanern: Der finalisierte Entwurf wird nochmals mit dem Bauherrn abgestimmt. Parallel dazu können auch Fachplaner, wie Haustechniker oder Statiker, eingebunden werden, um sicherzustellen, dass die Raumaufteilung auch technisch umsetzbar ist.
- Vorbereitung der Genehmigungsplanung: Die finalen Grundrisse und die Flächenplanung werden in die Genehmigungsplanung übernommen, die dann bei den zuständigen Behörden eingereicht wird.
Fazit:
Die Raumaufteilung und Flächenplanung im Entwurf sind das Ergebnis eines iterativen Prozesses, bei dem der Architekt in enger Abstimmung mit dem Bauherrn arbeitet. Durch eine schrittweise Verfeinerung und kontinuierliches Feedback wird sichergestellt, dass die Raumaufteilung sowohl den funktionalen Anforderungen als auch den ästhetischen Vorstellungen des Bauherrn entspri